Logo der GK 2021

Als wir begonnen haben, die Generalkongregation 2020 vorzubereiten, haben wir einen Briefkopf (vor allem für PDFs und schriftliche Kommunikation) sowie ein Logo (vor allem für die Website und die digitale Kommunikation) entwickelt. Weiter unten können Sie nachlesen, welche Bedeutung wir damit verbunden haben. 

Um zum Ausdruck zu bringen, was zur Verschiebung unserer Generalkongregation ins Jahr 2021 geführt hat, wollten wir das Logo so überarbeiten, dass es dieser neuen Wirklichkeit gerecht wird. Diese neue Wirklichkeit beinhaltet auch, dass eine Generalkongregation nach Covid-19 ganz anders sein wird als sie ohne die Pandemie gewesen wäre.  Wir wollten ein Logo haben, das diese Tatsache sich in dem neuen Logo widerspiegelt. 

Wir haben die Designerin daher gebeten, bei der Überarbeitung des Logos kreativ zu sein. So entstand die Idee, eine Darstellung des Virus in das Logo aufzunehmen und die erste 0 in 2021 dadurch zu ersetzen. Zudem wurde die zweite Null von einer deutlichen 1 überschrieben, um den Wechsel des Jahres zu verdeutlichen. Wir freuen uns sehr, dass so eine Verbindung beider Varianten gelungen ist und hoffen, dass das neue Logo auch Ihnen gefällt. 

Logo und Briefkopf der GK 2020

Der Briefkopf der GK2020 wurde von Susan Daily IBVM gestaltet. Hier erklärt Sr. Jane Livesey CJ die Bedeutung des Bildes.

Logo und Briefkopf der Generalkongregation 2020 (kurz: GK2020) haben ihren Ursprung in Mary Wards Vision von der Gerechten Seele im Jahr 1615. Mary Ward ist die Gründerin der Congregatio Jesu und der Loreto-Schwestern (Institutum Beatae Mariae Virginis, IBVM).

Die Gerechte Seele war das letzte der drei Schlüsselerlebnisse, die Mary Ward dazu geführt haben, eine apostolische Ordensgemeinschaft für Frauen nach dem Vorbild der Jesuiten zu gründen.
Die erste bedeutende Erfahrung machte sie 1609, wir nennen sie heute die Gloria -Vision. Mary Ward verstand damals, dass ihre Berufung nicht – wie sie bis dahin gedacht hatte – darin bestand, Mitglied der Klarissen zu sein, sondern dass sie zu “etwas anderem”, noch unbekanntem berufen sei, das “zur größeren Ehre Gottes” gereichen solle. Das zweite wichtige Erlebnis war 1611, als Mary in einer Gebetszeit verstand, sie solle „das Gleiche von der Gesellschaft nehmen“. Sie verstand, dass ihre neu entstehende Gemeinschaft nach den Regeln der Gesellschaft Jesu, des Jesuitenordens, aufgebaut werden sollte. Da sie in der ignatianischen Spiritualität aufgewachsen und von einer Reihe ignatianischer geistlicher Begleiter geprägt worden war, war dies eine ganz natürliche Entwicklung.

Das Website-Logo der GK2020

Das dritte Schlüsselerlebnis war die Vision von der Gerechten Seele. Mary Ward sah damals, was sie als „einen bestimmten, klaren und vollkommenen Zustand“ beschreibt, der sich „so besonders notwendig zeigt als der Grund und Ursprung all der anderen Tugenden, die die Mitglieder dieses Instituts ausüben müssen.“ Sie hielt drei charakteristische Tugenden dieses „Zustands“ fest: Freiheit – die Freiheit, alles auf Gott zu beziehen, und somit eine wahrhaftige Beziehung mit Gott einzugehen; Gerechtigkeit – nicht die Gerechtigkeit der Gerichte, sondern die Gerechtigkeit, eine wahrhaftige Beziehung mit anderen einzugehen [und – heute würden wir in diesen Gerechtigkeitsbegriff auch einen guten Umgang mit der Schöpfung, „unserem gemeinsamen Zuhause“ einbeziehen]; und  Aufrichtigkeit – die sie so beschreibt: „Dass wir so seien, wie wir erscheinen, und so erschienen, wie wir sind“, was meint, dass wir eine aufrichtige Beziehung zu uns selbst pflegen.

 

Für uns sind die Gerechte Seele und ihre Tugenden das “Prisma”, durch das wir unser Erbe als ignatianische Gemeinschaft nach außen leben. Wir leben aus der Grundlage der Exerzitien des heiligen Ignatius und mit den Konstitutionen der Gesellschaft Jesu, die seit der kirchlichen Zulassung im Jahr 2003 – rund 400 Jahre, nachdem Mary Ward ursprünglich um die Erlaubnis gebeten hatte – nun endlich auch unsere Konstitutionen sind.

 

Aus diesem Grund sind die drei wesentlichen Tugenden der Gerechten Seele  auch von großer Bedeutung für unsere Generalkongregation im kommenden Jahr. Darum wurden sie auch in die Gestaltung von Logo und Briefkopf aufgenommen. Von gleicher Bedeutung ist aber auch, dass diese Tugenden zum Ziel haben, uns besser als Frauen für die Sendung in unserer Welt von heute auszurüsten, indem wir mitwirken in der Sendung Christis durch unser Leben und durch den Dienst, der uns aufgetragen ist.

 

Eine Sendung zu erhalten, ausgesandt zu werden, in Gemeinschaft mit Christus und mit einander, ist es, was uns als ignatianische Frauen kennzeichnet. Das Bild, das in Logo und Briefkopf abgebildet ist, versucht, unsere Berufung als Gefährtinnen des Herrn und im Dienst unserer Schwestern und Brüder in der Welt darzustellen. Der „Tanz“ der beiden Figuren stellt unsere Überzeugung dar, dass wir die Zukunft unserer Sendung mit-gestalten müssen. Dies ist eine gemeinsame Aufgabe. Die Generalkongregation ist ein wichtiges Ereignis im Bemühen unsere Sendung für die Zukunft mitzugestalten, in Treue zum Charisma unserer Gründerin, der verehrungswürdigen Mary Ward.